28.1.12 wieder in Bogotá

Die letzten Tage hier in Bogotá bin ich wieder in der Sprachschule. Der Kurs macht einfach Spaß und ich sehe all meine Freunde. Natürlich heißt es auch wieder die Hüften zu den heißen Salsa Rhythmen zu schwingen und noch schnell ein paar neue Schritte zu lernen.

Quer durch Kolumbien

1.1.12 – 7.1.12 Cartagena

Nach einer wahnsinnigen Silvesterparty ging es am 1. Jänner ohne viel Schlaf auf nach Cartagena, dem traumhaften Karibikstädtchen. Warme Sonnenstrahlen, eine leichte Meeresbriese, bunte Farben und heiße Rhythmen begleiten hier den Tag. Zusammen mit Laura (der Nichte von Jaime) schlenderten wir quer durch die Stadt, machten einen Ausflug zum Schlammvulkan und besuchten das große Salsa Festival.

 

7.1.12 – 12.1.12 Amazonas (Leticia und Puerto Nariño)

Direkt von Cartagena ging es dann weiter nach Leticia, die Hauptstadt des Amazonasgebietes in Kolumbien. Bereits der Flug war beeindruckend – soweit das Auge reichte nur Grün – Dschungel pur!

In Leticia angekommen machten wir nur einen kleinen Spaziergang und schon war die ganze Stadt erkundet. Am Nebenzweig des Amazonas war ein reges Treiben – Fischer brachten ihre Fänge ans Land, Händler priesen Früchte in allen Farben und Formen an, Touristen versuchten eine Platz auf der kleinen Fähre zu bekommen, Kinder spielten Fußball und die Stadtälteren tranken ihren Tinto und betrachteten das Geschehen in Ruhe.

Nach einem kurzen Besuch der Brasilianischen Grenzstadt Tabatinga ging es am nächsten Tag auf nach Puerto Nariño. Die zweitgrößte Stadt des Amazonas mit nur 7000 Einwohnern liegt 2 Stunden Flussaufwärts von Leticia. Während der Fahrt kamen wir an kleinen Hütten und Siedlungen vorbei. Fischer trieben in ihren Kanus und jagten Fische mit Speeren. In Puerto Nariño, wo es weder Autos noch Motorräder gibt, wohnten wir in der Fundación Omacha. Carlos, der in der Fundación arbeitete, zeigte uns die Stadt, nahm uns mit seinem Boot mit und führte uns verschiedene Nebenflüsse entlang bis hin zu den Seen. Die Fahrt war beeindruckend: verschiedenste Arten von Bäumen, Vögel, Schmetterlinge, aber auch graue und rosa Amazonasdelfine. An einem anderen Tag ging es auf zur Affeninsel. Mit Bananen ausgestattet begannen wir die Fütterung und unzählige kleine Herrn Nilssons schenkten uns ihre ganze Aufmerksamkeit :-)

 

14.1.12 – 24.1.12 San Andres und Providencia

Nach einem Tag Zwischenstopp in Bogotá, wurden die Koffer schnell umgepackt und mit zwei Kolumbianischen Freundinnen ging es auf die weitentfernte Karibikinsel San Andres. Weißer Sandstrand und Türkisfarbenes Meer heißen uns willkommen. Die Insel umrundeten wir mit einem kleinen Golfwagen und machten immer wieder für Fotos halt. Beim Schnorcheln wurden wir von Fischschwärmen umzingelt und bei der Touristenattraktion – Schwimmen mit Rochen, trafen wir sogar auf einen kleinen Hai. 6 Tage verbrachten wir auf der kleinen Insel Providenica. Kaum von Touristen besucht, ist diese Insel ein kleines Paradies. Wir hatten das Glück, bei Verwandten zu wohnen, die uns die ganze Insel zeigten. Alfonso, ein Taucherfischer, nahm uns jeden Tag mit seinem kleinen Boot mit zum Riff und zeigte uns die geheimen Plätze, wo wir Fische in all ihren prächtigen Farben und großen, große Ohrenmuscheln, Seesterne, Hummer, aber auch wieder auf einen Hai und diesmal sogar auf einen Barrakuda trafen. An einem Tag stürmten wir sogar den Gipfel des höchsten Berges der Insel – 370m über dem Meeresspiegel :-)

31.12.11 Frohes Neues Jahr

Das Jahr geht zu Ende und ich habe es endlich geschafft, euch wieder zu schreiben.

Die Zeit vergeht einfach viel zu schnell und ich bin eigentlich ständig in Bogotá unterwegs, so dass ich nie die Zeit gefunden habe meine Erlebnisse mit euch zu teilen.

Die Weihnachtszeit hier in Bogotá war richtig schön. Einige Male habe ich Freunde zum selbstgemachten Glühwein eingeladen und da ich sogar Lebkuchen gebacken habe, ist ein bisschen Weihnachtsgefühl aufgekommen. 9 Tage vor Weihnachten ging es dann los mit den „Novenas“. Jeden Tag trifft man sich am Abend mit Familie und Freunde. Es wird ein Teil der Weihnachtsgeschichte gelesen und dabei auch ganz viel gesungen und natürlich auch gegessen und getrunken. Ich war insgesamt vier Mal bei einer und es war jedes Mal total nett. Einmal hatten wir eine Novena in der Schule und ich hatte zum Schluss eine Salsa Präsentation. Ja, der Salsa hat es mir angetan, tanze jeden Tag und es macht einfach riesigen Spaß.

Über Weihnachten (24-25) war ich mit Jaime und Maria Fernanda in Ibague. Dort haben wir gemeinsam mit Jaimes Familie Weihnachten gefeiert.

Gestern war mein offizieller letzter Tag in der Schule. Die Mitarbeiter und Professoren haben für mich eine Überraschungsabschiedsparty geplant. Ich war echt überrascht und den Tränen nah. Es war einfach eine wahnsinnig tolle Zeit in der Schule, wo wir jeden Tag ziemlich viel gelacht haben und ich viele neue Freunde gefunden habe!

Heute geht’s auf zur Silvesterparty. Es findet ein riesen Party statt, wozu ich VIP Karten bekommen habe, da Jaime für die Bank, die dieses Fest organisiert, arbeitet :-) Bin schon mal gespannt wies wird.

 

Und am Sonntag in der Früh geht dann meine Reise los. Den ersten Stopp gibt’s in Cartagena, weitergeht es nach Leticia / Puerto Narino und zum Schluss heißt es nochmal sonnen und relaxen in San Andres und Providencia. Ab 24. Jänner bin ich dann wieder in Bogotá. Vermutlich werde ich dann für die eine Woche nochmal in die Schule gehen, bevor es dann am 7. Februar heißt Abschied zu nehmen.

 

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr und freue mich darauf euch bald wieder zu sehen!!!

11.12.11

Wow – schon Mitte Dezember!!!!

Die Zeit vergeht wie im Flug und es gibt viel zu berichten :-)

 

Ein Ausflug folgt dem Anderen, hier ein Caffeechen, dort ein Bierchen und zwischen durch noch ein Tänzchen :-) Ja, so lässt sich das Leben genießen.

Nachdem mein Tanzunterricht mal für 2 Wochen ausfiel, weil sich mein Lehrer die Hand gebrochen hat, habe ich nun einen neuen Tanzlehrer und während meine Schritte schon fast professionell wirken, verzweifle glaub ich nicht nur ich an meinen nicht vorhandenen Hüftschwung ;-)

 

Mittlerweile hab ich es auch geschafft mir die Altstadt incl. den Museen anzusehen.

 

Letztens war ich am Plaza Paloquemao – einem riesigen Markt in Bogotá. Dort gibt es eine gigantische Auswahl an Gemüse, Obst, Blumen, Fleisch, Fisch, Getreide, Gewürze und sonstigen Haushaltssachen.

 

Obwohl im Prinzip um ca. 17 Uhr die Sonne untergeht, wird es mittlerweile in der Hauptstadt nicht mehr finster. Die Vorweihnachtszeit hat auch hier begonnen und die ganze Stadt erstrahlt in bunten Lichtern – einfach nur kitschig, aber da es ja nicht von Dauer ist, ganz schön zum Ansehen.

 

Irrtümer:

Ja, Bogotá liegt in Kolumbien, aber Nein, es ist bei uns weder heiß noch warm à es ist KALT

Seit November haben wir Regenzeit und es regnet einfach jeden Tag. Dabei verwandeln sich die Straßen in Flüsse und man wird unweigerlich komplett nass. Viele Straßen sind gesperrt, da immer wieder Muren abgehen. Letztens habe ich einen sehr alten Bus genommen, um eine Freundin zu besuchen und durch den vielen Regen ist das Wasser sogar durch die Decke gekommen. Aber so gelassen wie die Kolumbianer sind, hat das natürlich keinen gestört

:-)

13.11.11 2 Monate

Seit zwei Monaten bin ich nun schon in Bogotá. Vieles habe ich bereits erlebt und einige Eindrücke konnte ich mit meiner Kamera festhalten :-) à es gibt also wieder neue Fotos!

 

Ibague: Meinen Geburtstag verbrachte ich mit Freunden bei deren Familie in Ibague (Hauptstadt von Tolima und „Musikhauptstadt von Kolumbien). Wieder einmal hat mich die Natur beeindruckt und ich hab zum ersten Mal eine Kakaopflanze gesehen. An den Abenden haben wir natürlich ausgiebig getanzt und die Kolumbianer versuchten mir den richtigen Hüftschwung beizubringen – aber da brauch ich glaub ich noch ein paar Nachhilfestunden :-)

 

Tobia: Gestern fuhren wir mit der Schule nach Tobia, zum schwarzen Fluss, wo wir ziemlich viel Spaß bei einer wilden Rafting Tour hatten! à Fotos folgen noch

21.10.11 Was sich sonst so tut

Nun bin ich ja schon ein Weilchen hier in dieser großen fernen Stadt, hab einiges erlebt und mich sozusagen eingelebt! Der Spanischkurs läuft super und von Woche zu Woche fällt es mir immer leichter mich ohne groß zu stottern auf der Landessprache zu unterhalten. Mittlerweile arbeite ich nicht mehr in der Bücherei, damit ich mehr Zeit für das Leben hier in Bogotá habe und mich natürlich auch intensiver mit meinen Hausaufgaben beschäftigen kann :-)

 

Mein liebstes Fortbewegungsmittel ist „la buseta“ – ein kleiner klappriger Bus, der ca. 0,60€ kostet. Es gibt nicht wirklich Haltestellen und so winkt man dem Fahrer einfach, wenn man einsteigen möchte. Nicht immer bleibt er stehen, aber kein Problem, es dauert nicht lange und schon kommt der nächste angebrummt. Im Bus zahlt man direkt beim Fahrer und versucht dann irgendwie auf den kleinen Sitzen Platz zu finden und irgendwo auch noch ein Plätzchen für seine Füße zu finden. Oft sind die Busse auch ziemlich überfüllt und man steht dicht gereiht wie in einer Sardinenbüchse. Die sitzenden Kolumbianer, hilfsbereit wie sie sind, halten dann Schirme, Taschen oder sonstiges für diejenigen, die stehen müssen :-). In den Bus steigen auch immer wieder Leute ein, die Süßigkeiten, Kochbücher, Spielzeug oder Sonstiges verkaufen wollen und sich somit ihren Lebensunterhalt verdienen. Andere versuchen ihr Glück mit Singen oder Dichten. à Wer also Bogotá haut nah erleben will, muss nur die Hand ausstrecken und hoffentlich den richtigen „buseta“ erwischen :-)

15.-17.10.11 Acacias

Verlängertes Wochenende und wieder einmal verbringe ich die Tage außerhalb von Bogotá. Kolumbianische Freunde haben mich nach Acacias (ca. 4h von Bogotá entfernt) eingeladen. Wir übernachteten in ihrer Finka und hatten ein paar lustige Tage. Gleich neben dem Haus fließt ein kleiner Fluss, in dem wir schwimmen und sozusagen duschen waren :-)

Zu Mittag beobachteten wir dort auch die kleinen Äffchen (wie Herr Nilsson von Pippi), die um diese Zeit hier immer vorbeikommen.

Mit den vielen Orangen-, Mandarinen- und Zitronenbäumen, sowie Kokosnusspalmen fühlte ich mich wieder einmal wie im Paradies :-)

Am Wochenende fand auch eine Tanzshow und Wettbewerb statt. Da es aber so ab 15/16 Uhr immer zum Regnen anfing, sahen wir nur wenige Tänze.

Nichtsdestotrotz waren es drei wunderbare Tage :-)

9.10.11 Oktoberfest

Tja, auch hier in der kolumbianischen Hauptstadt habe ich das große Volksfest nicht versäumt. Eine Musikantengruppe aus Bayern wurde eingeflogen und so wurde zu traditioneller Bayrischer Musik getanzt und dazu Erdinger Weißbier getrunken.

5.-9.10.11 Armenia

Ein kleines Paradies in Mitten von Kolumbien!

 

5 Tage Armenia – Kaffee, Bananen, Orangen…, Schmetterlinge, Vögel und viele bunte Blumen. Eine halbe Flugstunden von Bogotá entfernt liegt Armenia – wichtigste Region für den kolumbianischen Kaffeeanbau. Übernachtet haben wir auf einer kleinen Finka, wo sie noch selbst Kaffee und Bananen anpflanzten. Täglich wurde der Tag mit einem üppigen Frühstück begonnen (frischer Obstsaft, heiße Schokolade, Maisfladen, Eierspeise, Bohnen und Reis), bevor wir uns die vielen Kaffeeplantagen und einfach schöne Landschaften anschauten. Es waren fünf wunderschöne Tage, die mir zeigten wie vielfältig Kolumbien ist und mir klar machten, dass ich noch ganz viel reisen muss, damit ich dies Vielfalt auch entdecke :-)

Schon wieder eine Woche vorbei! Der Kurs läuft gut und sonst passt auch alles :-)

Jeden Sonntag wird die Hauptstraße in Bogotá (Septima) gesperrt und für Radfahrer und Fußgänger geöffnet. Das haben wir heute ausgenutzt und sind mit dem Rad ins Zentrum gefahren.

Gestern waren wir in Suesca - ein kleines Kletterparadies und Naherholungsgebiet. Kommendes Wochenende werden wir dort vermutlich einen Kletterkurs machen :-)

Kommenden Dienstag flieg ich mit Maria Fernanda nach Armenia - ins Kaffeeland. Wird sicher interessant und aufregend!

 

22.9.11 Die ersten Eindrücke!

Eine Woche ist vorbei und so einiges ist schon passiert:

Während meiner Zeit in Bogotá wohne ich bei Jaime und María Fernanda, welche mich herzlichst aufgenommen haben. Die ersten 1,5 Wochen begleitet mich María Fernanda überall hin. Bogotá ist ziemlich groß und chaotisch, bin also froh über diese Begleitung. Ab nächster Woche hab ich dann sozusagen „Freigang“.

Das erste Wochenende verbrachten wir in "la Calera". "La Calera" liegt 1-2h außerhalb von Bogota auf ca. 2800m. Dort haben Jaime und María Fernanda ein schönes Landhaus (Galapagos). Am Sonntag lud Jaime seine Arbeitskollegen mit Familie, deren Kinder in meinem Alter sind, ein. Es war ein total netter Nachmittag und ich lernte einige Leute kennen. Diese Woche hatte ich zwar noch nicht Zeit mich mit ihnen zu treffen, aber in naher Zukunft gehen wir sicher einmal Fort.

Seit Montag besuche ich einen Spanischkurs. Den Einstufungstest hab ich witziger weise ganz gut geschafft und ich wurde in eine relativ gute Gruppe eingeteilt. Die ersten zwei Tage waren jedoch ziemlich schwer und so hab ich mich nun eine Stufe herabsetzen lassen. Das Niveau ist noch immer gut, aber die Kursteilnehmer sprechen etwas langsamer und verwenden doch noch einfachere Wörter.

 

Zweimal die Woche arbeite ich nach dem Kurs in einem Buchladen. Es ist so ein richtiger chaotischer Laden :-) Extrem klein, aber stapelweise Bücher. Die Leute dort sind aber ganz nett und so macht das Ganze auch Spaß.

 

Am Dienstag gings mit der Sprachschule nach Nemocón in die Salzmiene. Wir waren neune Leute + drei Professoren und hatten ziemlich viel Spaß. Ich hatte dann noch das Glück von einem Vogel angeschissen zu werden – und da das bekanntlich ja Glück bringt, wird meine restliche Zeit in Kolumbien sicher noch spannend. :-)

Es ist so weit, die letzten Stunden in der Heimat sind gezählt und ein neues Abenteuer rückt immer näher. KOLUMBIEN

 

Bogotá heißt mein neues Ziel. Die Hauptstadt Kolumbiens hat es in sich. Sie ist nicht nur die Heimatstadt meines Onkels, sie ist eine Metropole mit 8 Millionen Einwohnern, wo verschiedenste Kulturen und Welten zusammentreffen. Kolumbien ist reich an Kultur und Geschichte, die Landschaft bietet neben Regenwald und unzähligen Kaffeeplantagen auch eine atemberaubende Bergwelt an, die es zu entdecken heißt. Doch Kolumbien hat auch noch eine andere Seit. Drogenhandel und Bürgerkriege führten zu großen Unruhen, Gewalt und Armut. Auch wenn das Land im Aufschwung ist, hat ein großer teil der Bevölkerung noch mit diesem Schicksal zu kämpfen. Ich werde daher mit gemischten Gefühlen dieses Land entdecken und freue mich bei einer Familie unterzukommen, die mich in die Kultur und Gewohnheiten einführt und mich mit dem Fremden vertraut macht.

 

Ich werde euch mit Bildern und Berichten am Laufenden halten und freue mich natürlich auch, wenn ihr mir von der Heimat schreibt

 

Liebe Grüße, frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr J

Maria